5 % zusätzlich für nachhaltige Produktionen.
Drei Fragen entscheiden, ob es sich für Sie rechnet: Was bringt es, was kostet es, und wie verbindlich ist die Zusage.
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Eine Produktion, die die Kriterien erfüllt, erhält zusätzlich 5 % ihrer in Österreich ausgegebenen Kosten, oben auf das jeweilige Basisanreizsystem. Seit 1. Jänner 2023.
Wie das Basisanreizsystem funktioniert — Sätze, Obergrenzen, Mindestausgaben, welche Programme kombinierbar sind und welche nicht — ist ein eigenes Thema und steht auf unserer Seite Serviceproduktion. Hier geht es um die andere Hälfte: was Sie tatsächlich tun müssen, um diese 5 % zu verdienen, und was geschieht, wenn Sie sich verpflichten und dann nicht liefern können.
Der Consultant ist kein Kostenblock, den Sie selbst tragen müssen. Die Kalkulationsvorlagen der Förderstellen sehen eigene Budgetpositionen für den Green Filming Consultant vor, und diese Positionen sind selbst förderfähig. Es ist eine finanzierte Stelle, kein Gemeinkostenposten.
Für Ihre Kalkulation heißt das: Die Position ist da, aber sie belastet Ihr Budget nicht. Sie steht in der Vorlage, sie wird mitgefördert, und sie ist eine der wenigen Stellen im Kostenplan, an denen zusätzliche Leistung nichts zusätzlich kostet.
Der eigentliche Preis sind die Entscheidungen. Stromversorgung, Fahrzeuge, Licht, Catering und Abfall — dort liegt der Fußabdruck eines Drehs, und alle vier sind in der Vorbereitung billiger zu entscheiden als in der dritten Drehwoche zu ändern. Eine Produktion, die das Thema erst nach dem fixierten Drehplan aufwirft, stellt meist fest, dass die 5 % bereits für Behelfslösungen ausgegeben sind.
Stromversorgung am Set1200 × 800 · 3:2
Fuhrpark, E-Fahrzeuge1200 × 800 · 3:2
Licht oder Catering1200 × 800 · 3:2Der Teil, über den selten geschrieben wird — und der über die Auszahlung entscheidet.
Der Green Filming Check ist kein Formular, das man am Ende ausfüllt. Er ist integraler Bestandteil der Förderungseinreichung und des Förderungsvertrags. Sie prüfen damit vorab, ob Ihre Produktion die erforderliche Anzahl der Muss-Vorgaben erfüllen kann — und sobald Sie ihn einreichen, werden diese Vorgaben vertraglich verankert.
Am Ende steht der verpflichtende Final Green Report, der den tatsächlichen Stand gegen das hält, wozu Sie sich verpflichtet haben. Geschrieben wird er von einem zertifizierten Consultant. Dieser Bericht entscheidet, ob der Bonus ausgezahlt wird.
Was im Check steht, steht im Vertrag. Legen Sie sich nur auf das fest, was die Produktion auch unter veränderten Bedingungen hält.
Die eine Regel
Motive wechseln, auf manchen Bergen geht nur ein Generator, Drehs rutschen in den November. Der sichere Weg ist unspektakulär: den Green Filming Check früh durchgehen, mit jemandem, der das schon gemacht hat, und das eintragen, was die Produktion trägt.
Drei Fälle, und wir sagen das lieber beim ersten Telefonat als beim Final Green Report.
Der Kriterienkatalog wurde überarbeitet. Version V2_2026 gilt für alle geförderten Herstellungen ab 1. Jänner 2026. Wenn Ihr letzter Dreh in Österreich 2024 war, sind die Regeln, nach denen Sie gearbeitet haben, nicht die Regeln, an denen Sie gemessen werden.
Das Österreichische Filminstitut hat den Katalog gemeinsam mit EVERGREEN PRISMA, dem Kompetenzzentrum für Green Filming, und dem Verband der Green Film Consultants Austria entwickelt — auf Basis des Österreichischen Umweltzeichens UZ 76 und in Anlehnung an die ökologischen Standards für deutsche Kino-, TV- und VoD-Produktionen.
Der letzte Punkt ist für internationale Produktionen wichtig: Österreich und Deutschland haben ihre Anforderungen bewusst harmonisiert. Wer bereits nach deutschen Standards arbeitet, fängt hier nicht bei null an.
Die Überarbeitung hat vor allem drei Dinge verstärkt: die Einbindung der dienstleistenden Gewerke, die Kommunikation der Maßnahmen und die zeitgerechte Dokumentation.
Consultant bei der Arbeit2560 × 1097 · 21:9 · JPG < 400 kB
Ein Green Filming Consultant ist eine ausgebildete Fachkraft, die eine Produktion dabei berät und begleitet, nachhaltige Praktiken einzuführen und ihre Umweltwirkung zu verringern.
Consultants sind in allen Phasen eingebunden, von der Vorbereitung bis zur Postproduktion. Sie beraten alle Gewerke, erarbeiten gemeinsam mit dem Produzenten und den übrigen Beteiligten umweltverträgliche Alternativen und zeigen weitere Möglichkeiten auf. Sie prüfen die Produktion selbst und erstellen den Bericht, der an die Förderstellen geht.
Die Rolle ist für die Anerkennung entscheidend, denn der Bericht des Consultants bestimmt, ob die dadurch ausgelösten Förderungen überhaupt gewährt werden. Ein Consultant muss mit den Entwicklungen und Technologien nachhaltiger Produktion Schritt halten und mit allen Beteiligten eines Drehs sprechen können — das setzt ein Arbeitsverständnis der Umweltwirkung der einzelnen Produktionstätigkeiten ebenso voraus wie der Regelwerke, die für nachhaltige Filmproduktion gelten.
Derzeit werden zwei vergeben: eines nach ÖNORM EN ISO/IEC 17024 am WIFI und jenes der Niederösterreichischen Filmkommission, die unter dem Label Evergreen Prisma arbeitet.
Für den Bonus braucht Ihre Produktion eines von beidem: einen zertifizierten Green Filming Consultant oder ein green-zertifiziertes Unternehmen. Damit steht und fällt die Auszahlung — deshalb gehört der Punkt auf die Liste, wenn Sie einen Serviceproducer auswählen.
Wolfgang Ritzberger ist zertifizierter Green Filming Consultant, zertifiziert von der Niederösterreichischen Filmkommission unter Evergreen Prisma im Oktober 2022 und damit einer der Ersten in Österreich. Und er unterrichtet das Fach: Lehrauftrag an der USTP – Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten, Department Medien und Digitale Technologien, Studiengang Medientechnik, für das Fach Sustainability in Film- and Media-Production.
Das ist aus einem praktischen Grund relevant, nicht aus einem dekorativen. Der Kriterienkatalog wird überarbeitet, zuletzt für 2026 — und wer das Fach unterrichtet, muss auf dem Stand bleiben, ob gerade eine Produktion läuft oder nicht. Sie verlassen sich nicht auf ein Zertifikat, das einmal ausgestellt wurde.
In Österreich war The Forgiven unter den Produktionen, die als GreenFilming-Projekt anerkannt wurden: Reduktion von Einwegplastik, ein Abfallwirtschaftssystem mit Materialtrennung, Nutzung erneuerbarer Energie.
Anderswo ist die Praxis längst Routine. Was die folgenden Produktionen gemeinsam haben, ist weniger aufregend, als es klingt: Fast alles läuft auf Licht, Fahrzeuge, Stromversorgung und Cateringabfall hinaus. Dort liegt der Fußabdruck eines Drehs — und dort liegen auch die Einsparungen.
Filmproduktion hat einen messbaren ökologischen Fußabdruck, und nachhaltige Praxis verringert ihn. Das ist der Grund, aus dem die Förderstellen den Anreiz überhaupt geschaffen haben.
Das Argument, das ein Produktionsbüro tatsächlich überzeugt, ist allerdings ein langweiligeres: Die meisten Maßnahmen kosten weniger als die Alternative, sobald sie geplant und nicht improvisiert werden. LED-Licht zieht weniger Strom — und nicht nur kleinere Generatoren reichen dann: Sogar größere Einheiten lassen sich mit Akkus betreiben, ohne Kabel, ohne Generator. Weniger Umzüge heißt weniger Fahrzeuge. Getrennter Abfall ist auf einem großen Set billiger zu entsorgen als gemischter. Die 5 % sind der Anreiz. Die Einsparung ist der Grund, warum es funktioniert.
Den Check machen, bevor der Drehplan steht.
Stoff, Drehzeitraum und Motive genügen für eine erste Einschätzung, was Ihre Produktion halten kann.
Angaben und Programme ohne Gewähr. Richtlinien ändern sich — bitte prüfen Sie die aktuellen Bedingungen für Ihr Projekt, bevor Sie damit kalkulieren.