Im ersten Teil ging es um Geld, Arbeit und Macht – und um die Codes, die in koreanischen Serien immer wiederkommen, vom Schicksalsband bis zu den eingeblendeten Effekten. Dieser Teil handelt von Geschichte, Psyche und Ruhm.
Das Prinzip bleibt: zu jeder Serie der Kulturschlüssel, also das, was man als Europäerin oder Europäer wissen muss, um sie ganz zu verstehen. Dazu, für wen sie sich lohnt und wie viel Zeit sie kostet.
Eine Vorwarnung: Hier wird es fantastischer. Außerirdische, Unsterbliche, Paralleluniversen. Die Wirklichkeit spielt trotzdem immer mit.
tvN · 24 Folgen · Buch: Kim Eun-sook · Regie: Lee Eung-bok
In einem Satz: Ein Sklavensohn kehrt als US-Marineoffizier nach Korea zurück und verliebt sich in eine Adelstochter, die heimlich für die Unabhängigkeit kämpft.
Auf Wienerisch: Eine Adelstochter mit Präzisionsgewehr. Das hätte man am Wiener Hof auch nicht erwartet.
Der Kulturschlüssel: Die Serie spielt in den letzten Jahren vor der japanischen Kolonialherrschaft. 1905 zwang Japan Korea den Eulsa-Vertrag auf, der dem Land die außenpolitische Souveränität nahm; 1910 folgte die Annexion, danach 35 Jahre Kolonialzeit. Die Heldin kämpft in der „Gerechten Armee“, den Freiwilligenverbänden, die sich dagegen wehrten. Laut „Korea Times“ lenkte die Serie die Aufmerksamkeit auf diese fast vergessenen Kämpfer – geriet aber auch in einen Streit darüber, ob sie Kollaborateure zu milde zeichne. Geschichte ist in Korea keine Kulisse.
Worum es eigentlich geht: Kolonialisierung und Widerstand. Die Serie spielt Anfang des 20. Jahrhunderts und erzählt von Menschen, die für Koreas Unabhängigkeit kämpfen. Dazu kommt der Stand: Der Held stammt aus einer Dienerfamilie, die Frau, die er liebt, aus dem Adel.
Für: alle, die große historische Stoffe mögen. Nicht für: alle, die schnelles Tempo brauchen. Zeitaufwand: 24 Folgen à gut einer Stunde, rund 28 Stunden.
Hinter den Kulissen: Das dritte gemeinsame Projekt von Kim Eun-sook und Lee Eung-bok nach „Descendants of the Sun“ und „Goblin“. Das Budget lag bei rund 40 Milliarden Won. Netflix lizenzierte die Serie weltweit, noch bevor sie anlief. Lee Byung-hun kehrte damit nach acht Jahren ins koreanische Fernsehen zurück; Kim Tae-ri war durch Park Chan-wooks Film „Die Taschendiebin“ bekannt geworden.
tvN · 16 Folgen · Buch: Park Ji-eun · Regie: Lee Jung-hyo
In einem Satz: Eine südkoreanische Erbin landet mit dem Gleitschirm in Nordkorea, wo ein Offizier sie versteckt.
Auf Wienerisch: Paragleiten ohne Grenzkontrolle. Die Heimreise dauert entsprechend.
Der Kulturschlüssel: Im Autorenteam saß Kwak Moon-wan, ein Überläufer, der bis 2004 in der Leibgarde der nordkoreanischen Herrscherfamilie diente und in Pjöngjang Film studiert hatte. Nordkoreanische Überläufer lobten die Genauigkeit: Eine Frau erzählte, sie habe geweint, als sie die Szene mit dem Fahrrad-Generator sah – so etwas stehe in jedem nordkoreanischen Haushalt, weil der Strom ständig ausfällt. Im Norden selbst verbreitete sich die Serie auf geschmuggelten USB-Sticks.
Worum es eigentlich geht: Die Teilung. Eine Südkoreanerin landet im Norden, und die Liebesgeschichte stößt an eine Grenze, die es tatsächlich gibt. Die Serie zeigt Nordkorea nicht nur als Feindbild, sondern als Ort mit Menschen.
Für: alle, die Romantik mit Humor und Weltpolitik mögen. Nicht für: alle, die eine politische Dokumentation erwarten. Zeitaufwand: 16 Folgen, oft deutlich über eine Stunde, rund 22 Stunden.
Hinter den Kulissen: Gedreht wurde auch in der Schweiz und in der Mongolei, das Budget lag bei rund 20 Millionen Dollar. Die Hauptdarsteller Hyun Bin und Son Ye-jin hatten schon im Film „The Negotiation“ (2018) gemeinsam gespielt; im März 2022 heirateten sie. Regisseur Lee Jung-hyo hatte zuvor die koreanische Fassung von „The Good Wife“ inszeniert.
tvN · 20 Folgen · Buch: Park Kye-ok, Choi Ah-il · Regie: Yoon Sung-sik
In einem Satz: Ein moderner Koch erwacht im Körper einer Königin der Joseon-Zeit.
Auf Wienerisch: Ein Koch wacht als Königin auf. Das Hofzeremoniell hat damit nicht gerechnet. Er auch nicht.
Der Kulturschlüssel: In der zweiten Folge nennt die Heldin die Annalen der Joseon-Dynastie ein Klatschblatt. Die Annalen sind koreanischer Nationalschatz und UNESCO-Weltdokumentenerbe, 1.893 Bände. Die Produktion entschuldigte sich und strich die Zeile. Ein Jahr später setzte der Sender SBS eine andere Serie derselben Autorin, „Joseon Exorcist“, nach nur zwei Folgen ab – wegen Geschichtsverzerrung und chinesisch anmutender Requisiten in einer Zeit, in der Korea und China über die Herkunft von Kimchi und Hanbok stritten. Mit der eigenen Geschichte scherzt man in Korea vorsichtig.
Worum es eigentlich geht: Wem gehört die Geschichte? Ein moderner Mann erwacht im Körper einer Königin – eine Komödie über Geschlechterrollen. Zugleich löste die Serie in Korea Kontroversen über den Umgang mit historischen Figuren aus. Wie frei darf Fiktion mit der eigenen Vergangenheit umgehen?
Für: alle, die Körpertausch-Komödien und Hofintrigen mögen. Nicht für: alle, die historische Genauigkeit erwarten. Zeitaufwand: 20 Folgen.
Hinter den Kulissen: Vorlage ist die chinesische Webserie „Go Princess Go“. Trotz Kontroversen um den Umgang mit Geschichte wurde „Mr. Queen“ eines der erfolgreichsten Dramen im koreanischen Kabelfernsehen.
SBS · 16 Folgen · Buch: Kim Eun-sook · Regie: Baek Sang-hoon, Jung Ji-hyun, Yoo Je-won
In einem Satz: Der Kaiser eines parallelen Korea gelangt durch ein Tor in die Republik Korea und trifft eine Polizistin.
Auf Wienerisch: Ein Korea mit Kaiser. Das Nostalgiepotenzial kennt man hierzulande.
Der Kulturschlüssel: Das Kaiserreich ist keine reine Erfindung. Gojong, der letzte König der Joseon-Dynastie, wurde der erste Kaiser Koreas; das Kaiserreich endete 1910 mit der Annexion durch Japan. Die Serie fragt, wie ein Korea aussähe, dessen Geschichte anders verlaufen wäre – eine Frage, die in einem Land mit dieser Vergangenheit mehr bedeutet als ein Fantasy-Spiel.
Worum es eigentlich geht: Monarchie oder Republik. Zwei parallele Koreas, eines ein Kaiserreich, eines eine Demokratie. Unter der Fantasy steckt ein Gedankenspiel darüber, wie ein Land aussähe, dessen Geschichte anders verlaufen wäre.
Für: alle, die Fantasy und Parallelwelten mögen. Nicht für: alle, die einfache Handlungen bevorzugen. Zeitaufwand: 16 Folgen à 70 bis 79 Minuten, rund 20 Stunden.
Hinter den Kulissen: Ein weiteres Werk von Kim Eun-sook („Goblin“, „Mr. Sunshine“). Die Serie startete am selben Tag im koreanischen Fernsehen und weltweit auf Netflix; das Budget lag bei über 30 Milliarden Won. Kim Go-eun spielt hier nach „Goblin“ erneut in einer Kim-Eun-sook-Serie.
tvN · 16 Folgen · Buch: Jo Yong · Regie: Park Shin-woo
In einem Satz: Ein Pfleger in der Psychiatrie, sein autistischer Bruder und eine schroffe Kinderbuchautorin heilen einander.
Auf Wienerisch: Der Originaltitel heißt „Psycho, aber okay“. Das ist wienerischer, als man glaubt.
Der Kulturschlüssel: Psychische Krankheit war in Korea lange ein Tabu. Schon 2014 berichtete ein Psychiater in Seoul, nach einer Serie über eine Psychiaterin seien mehr junge Menschen in seine Praxis gekommen. „It’s Okay to Not Be Okay“ setzte diesen Weg fort und machte eine einfache Beruhigungstechnik bekannt, die „Schmetterlingsumarmung“. Regisseur Park Shin-woo sagte, auf die eine oder andere Weise seien wir alle verrückt.
Worum es eigentlich geht: Psychische Gesundheit und Pflege. Die Serie spielt teils in einer psychiatrischen Klinik und erzählt von einem Bruder, der sein Leben der Betreuung seines autistischen Bruders gewidmet hat. Pflege, Scham und seelische Krankheit stehen hier im Mittelpunkt einer Unterhaltungsserie.
Für: alle, die dunkle Märchen und große Gefühle mögen. Nicht für: alle, denen Psychiatrie-Szenen zu nahe gehen. Zeitaufwand: 16 Folgen à 70 bis 85 Minuten, rund 20 Stunden.
Hinter den Kulissen: Die „New York Times“ zählte die Serie zu den besten internationalen Serien des Jahres 2020. Bei den Baeksang Arts Awards, Koreas wichtigstem Preis für Film und Fernsehen, gab es acht Nominierungen und zwei Auszeichnungen, darunter für die Kostüme; dazu kam eine Nominierung für den International Emmy.
KBS2 · 20 Folgen · Buch: Park Jae-beom · Regie: Ki Min-soo, Kim Jin-woo
In einem Satz: Ein junger Chirurg mit Autismus und Inselbegabung muss sich in einem Krankenhaus behaupten.
Auf Wienerisch: Ein Chirurg, der sagt, was er denkt. Die Visite wird dadurch nicht kürzer.
Der Kulturschlüssel: In Südkorea werden Autismus und Behinderung nach Aussage der Leiterin von Autism Partnership Korea oft mit Scham verbunden; manche Eltern verschweigen die Diagnose sogar vor Verwandten. Serien wie „Good Doctor“ und später „Extraordinary Attorney Woo“ (2022) haben das Thema ins Wohnzimmer gebracht. Kritiker merken allerdings an, dass koreanische Produktionen Autismus sehr oft mit einer Inselbegabung verbinden – die in Wirklichkeit selten ist. Manche Familien nannten das schlicht Fantasie.
Worum es eigentlich geht: Vorurteile. Ein junger Chirurg mit Autismus muss sich in einem Krankenhaus behaupten, das ihm die Arbeit nicht zutraut. Die Serie fragt, wer entscheidet, was „normal“ ist. Daniel Dae Kim, der später die Rechte für Amerika kaufte, reizte genau diese untypische Hauptfigur.
Für: alle, die Krankenhausserien mögen. Nicht für: alle, die eine realistische Darstellung von Autismus erwarten. Zeitaufwand: 20 Folgen.
Hinter den Kulissen: Die Serie wurde mehrfach neu verfilmt: in den USA als „The Good Doctor“, in Japan und in der Türkei als „Mucize Doktor“. Autor Park Jae-beom schrieb später „The Fiery Priest“ und „Vincenzo“.
OCN · 16 Folgen · Buch: Jung Shin-kyoo · Regie: Kim Sung-soo
In einem Satz: Eine verarmte Familie gerät in die Fänge einer Sekte, und vier junge Männer wollen die Tochter befreien.
Auf Wienerisch: Der Guru verspricht das Paradies. Die Nebenkosten sind beträchtlich.
Der Kulturschlüssel: Sekten sind in Korea kein Randthema. Drei Jahre nach „Save Me“ wurde die Glaubensgemeinschaft Shincheonji, die von etablierten Kirchen als Sekte bezeichnet wird, zum Zentrum des ersten großen Corona-Ausbruchs im Land: Anfang März 2020 hingen rund 60 Prozent der damals bekannten Fälle mit ihr zusammen. Mehr als 1,3 Millionen Menschen unterschrieben eine Petition, die Gruppe aufzulösen.
Worum es eigentlich geht: Abhängigkeit. Eine Familie verliert nach einem Konkurs ihren Halt und gerät in die Fänge einer Sekte. Die Serie zeigt, wie Not und Einsamkeit Menschen verwundbar machen.
Für: alle, die beklemmende Thriller mögen. Nicht für: alle, die Unterhaltung zum Abschalten suchen. Zeitaufwand: 16 Folgen.
Hinter den Kulissen: Vorlage ist der Webtoon „Out of the World“ von Jo Geum-san. Es war die erste Serie von Hidden Sequence, der Firma des Produzenten Lee Jae-moon („Signal“, „Misaeng“). Hauptdarsteller Ok Taec-yeon ist auch Mitglied der Band 2PM. Eine zweite Staffel folgte 2019, nach einer anderen Vorlage, dem Animationsfilm „The Fake“.
tvN · 16 Folgen · Buch: Kim Eun-sook · Regie: Lee Eung-bok
In einem Satz: Ein unsterblicher General sucht die Braut, die seinen Fluch beenden kann.
Auf Wienerisch: Neunhundert Jahre unsterblich und immer noch Single. Da hilft nur der erste Schnee.
Der Kulturschlüssel: Zwei Schlüssel. Erstens der Titel: Der Held ist ein Dokkaebi, eine Gestalt der koreanischen Überlieferung, die mit dem europäischen Kobold wenig gemein hat – mal gottähnlich, mal geisterhaft, schon im 15. Jahrhundert um Glück angerufen, ein Wesen, das die Bösen straft und die Guten belohnt. Zweitens der Schnee: Laut „Korea Times“ sagte man in Korea, dass zwischen zwei Menschen, die den ersten Schnee des Winters gemeinsam erleben, wahre Liebe entsteht. Wer das weiß, sieht jede Schneeszene mit anderen Augen.
Worum es eigentlich geht: Tod und Verlust. Ein General, von seinem König verraten, lebt Jahrhunderte weiter und sieht Menschen sterben. Unter dem Fantasy-Gewand ist die Serie eine lange Meditation über Trauer.
Für: alle, die Fantasy, Melancholie und Humor mögen. Nicht für: alle, die mit übernatürlichen Geschichten nichts anfangen können. Zeitaufwand: 16 Folgen à 60 bis 90 Minuten, rund 20 Stunden.
Hinter den Kulissen: Autorin Kim Eun-sook und Regisseur Lee Eung-bok hatten zuvor „Descendants of the Sun“ gemacht. Gedreht wurde auch in Québec in Kanada. „Goblin“ war das erste Kabeldrama, das über 20 Prozent Einschaltquote kam. Bei den Baeksang Arts Awards gewann Kim Eun-sook den Hauptpreis, Gong Yoo den Preis als bester Schauspieler. Im März 2026 kündigte tvN zum zehnten Jahrestag ein Wiedersehen der Hauptdarsteller an.
SBS · 21 Folgen · Buch: Park Ji-eun · Regie: Jang Tae-yoo
In einem Satz: Ein Außerirdischer lebt seit 400 Jahren auf der Erde und verliebt sich kurz vor der Heimreise in eine Schauspielerin.
Auf Wienerisch: Seit 400 Jahren hier und genervt von den Menschen. Ein echter Wiener, nur von weiter weg.
Der Kulturschlüssel: Ein Satz der Heldin löste in China eine Welle aus: An einem Tag mit Schnee, sagt sie, seien Brathuhn und Bier genau das Richtige. Laut „Korea Times“ entstand daraus in China ein „Chimaek“-Boom – so heißt die Kombination aus Chicken und Maekju, dem koreanischen Wort für Bier. Chinesische Fans sahen das Finale in einer Sternwarte in Shanghai, mit Huhn und Bier. 2016 feierten mehr als 4.500 chinesische Touristen in Incheon eine Chimaek-Party für das Guinness-Buch. Und wieder: der Schnee.
Worum es eigentlich geht: Ruhm und öffentliche Verurteilung. Die Heldin ist der größte Star des Landes, und als eine Kollegin bei einem Unfall stirbt, fällt der Verdacht sofort auf sie. Die Serie zeigt, wie schnell Prominente zur Zielscheibe werden.
Für: alle, die romantische Komödien mit Fantasy mögen. Nicht für: alle, die nüchterne Geschichten bevorzugen. Zeitaufwand: 21 Folgen à rund einer Stunde, etwa 21 Stunden.
Hinter den Kulissen: Die Idee geht auf historische Aufzeichnungen der Joseon-Dynastie zurück: Im Herbst 1609 berichteten Menschen in ganz Korea von unerklärlichen Flugobjekten. Die Serie war in Korea und China ein großer Erfolg und wurde auf den Philippinen, in Thailand, Japan, Indonesien und Singapur neu verfilmt. Autorin Park Ji-eun schrieb später „Crash Landing on You“.
MBC · 16 Folgen · Buch: Song Jae-jeong · Regie: Jung Dae-yoon
In einem Satz: Eine Ärztin wird in den Comic ihres Vaters gezogen, dessen Held zu ahnen beginnt, dass er erfunden ist.
Auf Wienerisch: Die Figur beschwert sich beim Autor. In Wien nennt man das Leserbrief.
Der Kulturschlüssel: Der Comic in der Serie ist ein Webtoon – und Webtoons sind eine koreanische Erfindung: digitale Comics, die man auf dem Handy von oben nach unten scrollt. Anfang der 2000er-Jahre entstanden, wuchs der Markt laut der staatlichen Kulturagentur KOCCA bis 2021 auf 1,57 Billionen Won, etwa das Vierfache von 2017. Viele Serien dieser Liste beruhen auf Webtoons, darunter „Misaeng“, „Itaewon Class“ und „Save Me“. Und Webtoon-Leser kommentieren jede Folge sofort – der Zeichner in „W“ bekommt das zu spüren.
Worum es eigentlich geht: Die Macht des Autors. Ein Zeichner will seinen eigenen Helden sterben lassen, und der Held wehrt sich. Die Serie fragt, welche Verantwortung Erzähler für ihre Figuren tragen – eine Frage, die in einer Branche voller Geschichten nicht ganz theoretisch ist.
Für: alle, die verschachtelte Ideen mögen. Nicht für: alle, die mit Logiklöchern hadern. Zeitaufwand: 16 Folgen à rund 70 Minuten, knapp 19 Stunden.
Hinter den Kulissen: Autorin Song Jae-jeong erzählte, die Idee sei aus einem Gemälde von Goya entstanden. Weil die Rechte an Bildern für das Fernsehen schwer zu bekommen waren, wurde aus dem Maler ein Comiczeichner. Nach dem Finale machte sie die Drehbücher aller 16 Folgen öffentlich zugänglich.
Geschichte ist in Korea keine Kulisse. Wer sie leichtfertig behandelt, bekommt es mit dem Publikum zu tun – das zeigen „Mr. Sunshine“ und „Mr. Queen“. Und selbst die fantastischsten Serien dieser Liste erzählen von Teilung, Kolonialzeit, Trauer und Scham.
Die schönste Fantasy ist die, in der die Wirklichkeit mitspielt.
Auffällig ist auch, wie viele Stoffe schon vorher existierten – als Webtoon, Roman oder chinesische Webserie – und wie viele danach weiterreisen. Park Ji-eun schrieb „My Love from the Star“ und „Crash Landing on You“, Kim Eun-sook „Goblin“, „Mr. Sunshine“ und „The King“.
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